





© Anna-Maria Podlacha



Auf der Suche nach Verbindungen kreisen wir um Steine, Äste und Buchten.
Die Sehnsucht nach Auflösung, Verschmelzung und Erhabenheit treibt uns
in unserer Outdoorkleidung auf die Gipfel und Gewässer dieser Welt.
Dann stehen wir da an den Klippen und wissen nichtmehr weiter.
Aber wir sind doch auch Natur, oder?
Sublimite* basiert auf Erinnerungen, die der Künstlerin erzählt wurden.
Sie fragte verschiedene Personen nach Erlebnissen in der Natur, in denen sie Ergriffenheit oder (Ehr)furcht spürten.
Die Antworten waren sehr unterschiedlich und es stellt sich die Frage: Was haben wir für ein Naturverständnis?
Die Installation ist ein Konglomerat verschiedener Elemente, die zur fiktiven Landschaft werden.
Auszüge aus den Interviews sind an den Wänden und dem Boden zu lesen.
5 Performer*innen verarbeiteten über einen längeren Zeitraum die Erinnerungen zu einer Performance.
Basierend auf den Aufnahmen der Interviews, entstehen Handlungsabläufe.
Sie wollen vom Abgrund springen um Teil der Landschaft zu werden, liegen im Wasser und die Grenzen zwischen dem Selbst und der Umgebung lösen sich auf. Durch ihre Bewegungen leben die Landschaften auf und sie zerfallen wieder. Der Moment gelingt kurz und doch nicht richtig. Der Stein wird zum Gegenüber, die zerfressene Wurzel zur Faust und die Tonskulptur zur Höhle.
ENG
In search of connections, we circle around rocks, branches, and coves.
The longing for dissolution, fusion, and sublimity drives us in our outdoor gear, to the peaks and waters of this world.
Then we stand there on the cliffs, unsure of what to do.
But we are nature too, aren’t we?
Sublimite* is based on memories shared with the artist. She asked various people about experiences in nature during which they felt moved or filled with awe. The answers varied widely, raising the question: What is our understanding of nature? The installation is a conglomeration of various elements that come together to form a fictional landscape. Excerpts from the interviews can be read on the walls and floor. Over a period, five performers processed these memories into a performance. Based on the interview recordings, sequences of action emerge.
They want to jump off the cliff to become part of the landscape; they lie in the water, and the boundaries between the self and the surroundings dissolve. Through their movements, the landscapes come to life and then disintegrate again. The moment is fluid and yet incomplete. The stone becomes a counterpart, the gnawed root a fist, and the clay sculpture a cave.

Installation and Perforamance at Univerisität der Künste, Berlin 2023